Am 1. April 2026 ging bei ATTiS eine Meldung aus Aichach ein: Dort wurde ein langhaariger Kater gesehen, der sehr schlecht aussah. Er war scheu, ängstlich und ließ sich nicht einfach aufnehmen.
Knapp zwei Wochen später, am 14. April, gelang es, Alois mit einer Lebendfalle einzufangen.
Ein Besitzer konnte nicht ermittelt werden.
Jetzt konnte Alois endlich tierärztlich untersucht und versorgt werden.
Kastration, Zahnsanierung und komplette Schur
Alois wurde auf etwa 2015 geboren geschätzt. Er war nicht kastriert und sein Zustand machte mehrere Behandlungen notwendig.
Noch am 14. April wurden bei ihm durchgeführt:
- Kastration
- Blutbild
- Chip und Tätowierung
- Parasitenbehandlung
- Zahnsanierung
Besonders seine Zähne waren ein Problem. Nach der Zahnsanierung hatte Alois nur noch zwei Backenzähne.
Auch sein langes Fell musste vollständig geschoren werden.
Die Fotos nach der Behandlung zeigen Alois deshalb zunächst völlig anders, als man einen langhaarigen Kater erwarten würde.
Zwei Tage später konnte Alois wieder schmerzfrei fressen
Am 16. April, nur zwei Tage nach der Behandlung, kam die erste richtig gute Nachricht:
Alois konnte endlich schmerzfrei fressen.
Auch das Streicheln über den Kopf tat ihm nicht mehr weh.
Damit waren die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, damit er sich von den Eingriffen erholen konnte.
Am 25. April fand Alois ein neues Zuhause
Dann ging es schneller, als man bei seinem Zustand wenige Wochen zuvor vielleicht erwartet hätte.
Am 25. April 2026 konnte Alois vermittelt werden.
Schon am 2. Mai durfte er in seinem neuen Zuhause erstmals nach draußen.
Sein Fell war zu diesem Zeitpunkt natürlich noch sehr kurz. Auf den Fotos ist aber bereits gut zu erkennen, wie sehr sich sein Leben innerhalb weniger Wochen verändert hatte.
Nun brauchte es vor allem Zeit.
Im Juli war sein Fell endlich wieder da
Am 2. Juli 2026 entstanden die nächsten Bilder von Alois.
Sein langes Fell war deutlich nachgewachsen und er war draußen in seinem neuen Zuhause unterwegs.
Zwischen der ersten Meldung aus Aichach und diesen Aufnahmen lagen gerade einmal drei Monate.
So sieht ein glücklicher Kater aus.
Was bei Alois zwischen dem ersten und dem letzten Foto passiert ist
Auf einer solchen Bilderstrecke sieht man am Ende vor allem den Unterschied.
Dazwischen liegen jedoch viele einzelne Schritte:
Jemand muss aufmerksam werden und das Tier melden. Eine sehr scheue Katze muss eingefangen werden. Es muss geprüft werden, ob ein Besitzer gefunden werden kann. Tierarzttermine müssen organisiert, Behandlungen durchgeführt und die weitere Versorgung sichergestellt werden.
Bei Alois kamen Kastration, Blutuntersuchung, Kennzeichnung, Parasitenbehandlung und eine umfangreiche Zahnsanierung hinzu.
Und schließlich brauchte er einen Platz, an dem es für ihn weitergehen konnte.
Bei Alois ist aus einer Meldung über einen Kater in schlechtem Zustand innerhalb weniger Wochen eine echte Happy-End-Geschichte geworden.
Solche Hilfe ist nur gemeinsam möglich
Alois ist ein einzelner Fall. Für ATTiS gehören das Einfangen, die tierärztliche Versorgung und die Betreuung hilfsbedürftiger Tiere jedoch zur täglichen Tierschutzarbeit.
Tierarztbehandlungen, Kastrationen, Medikamente, Futter und Versorgung müssen finanziert werden. Gleichzeitig leisten fast alle Mitarbeiter von ATTiS ihre Arbeit ehrenamtlich.
Mit einer Spende oder einer Mitgliedschaft hilfst Du uns, auch beim nächsten Tier reagieren zu können, das unsere Hilfe braucht.