ATTiS – Wir kämpfen für Tiere!

Aktionsgemeinschaft der
Tierversuchsgegner
und Tierfreunde
in Schwaben e.V.

ATTiS 2025: Was die Zahlen über Tierschutz zeigen

Ehrenamtliche ATTiS-Helferin wertet Tierschutz-Zahlen aus, während zwei Katzen im Betreuungsraum versorgt werden.

Wenn aus Zahlen konkrete Hilfe wird

Eine Katze kommt nicht als Statistik zu ATTiS. Sie kommt als Fundtier, als unkastrierte Streunerin, als krankes Tier, als scheue Katze an einer Futterstelle oder als Tier, das ein neues Zuhause braucht. Erst später wird daraus eine Zahl.

Die ATTiS-Zahlen für 2025 zeigen deshalb nicht nur, wie viele Tiere betreut, kastriert oder vermittelt wurden. Sie zeigen, wie viel Arbeit nötig ist, damit Tierschutz überhaupt möglich bleibt.

Im Zeitraum vom 01.01.2025 bis 28.02.2026 wurden bei ATTiS 928 Tiere erfasst. 899 davon waren Katzen. Hinter diesen Zahlen stehen Tiere, die gesichert, versorgt, medizinisch behandelt, kastriert, betreut oder vermittelt wurden. Manche brauchten schnelle Hilfe. Andere brauchten Geduld, Pflege und langfristige Begleitung.

Diese Arbeit geschieht oft leise. Sie beginnt nicht erst, wenn ein Tier ein neues Zuhause findet. Sie beginnt viel früher: mit einem Anruf, einer Meldung, einer Fahrt, einer Einschätzung, einem Tierarzttermin, einer Kastration, Futter, Pflege und der Frage, was für dieses Tier jetzt richtig ist.

928 Tiere bedeuten 928 einzelne Geschichten

928 Tiere bedeuten 928 Situationen, in denen jemand hingeschaut hat. Manche Tiere wurden gefunden, manche übernommen, manche mussten gesichert werden. Bei vielen Katzen ging es um medizinische Versorgung, Kastration, Vermittlung oder Betreuung an einer Futterstelle.

Dass 899 der erfassten Tiere Katzen waren, zeigt den Schwerpunkt der Arbeit sehr deutlich. Katzenhilfe ist bei ATTiS kein Randthema. Sie ist ein großer Teil der täglichen Tierschutzarbeit.

Freilebende Katzen bleiben oft lange unbemerkt. Manche leben in kleinen Gruppen, andere tauchen plötzlich an Futterstellen auf. Einige sind krank, verletzt oder stark verwurmt. Viele sind nicht kastriert. Wird nicht eingegriffen, entstehen schnell neue Würfe, neue Notfälle und neue Tiere, die später Hilfe brauchen.

ATTiS arbeitet hier nicht nur in Augsburg und Aichach. Kastrationsaktionen und Privatübernahmen betrafen unter anderem Aichach-Friedberg, Augsburg-Stadt, Augsburg-Land, Dachau, Dillingen an der Donau, Donau-Ries, Günzburg, Landsberg am Lech, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm und München. Der Bedarf endet nicht an einer Stadtgrenze. Tierschutz hört dort nicht auf, wo es organisatorisch bequem wäre.

Kastrationen verhindern Leid, bevor es entsteht

Kastrationen sind eine der wirksamsten Maßnahmen im Katzenschutz. Sie verhindern, dass immer neue Katzen geboren werden, die später ohne Zuhause, ohne medizinische Versorgung oder unter schwierigen Bedingungen aufwachsen.

Von 2006 bis 2025 wurden durch ATTiS insgesamt 9.136 Kastrationen erfasst. Allein im Jahr 2025 waren es 537 Kastrationen. Diese Zahl steht für aktive Prävention: weniger ungewollte Würfe, weniger kranke Jungtiere und weniger Katzen, die draußen um Futter, Schutz und Überleben kämpfen müssen.

Eine Kastration ist kein kleiner organisatorischer Punkt. Sie bedeutet sichern, transportieren, tierärztlich versorgen, nachbetreuen und je nach Situation wieder freilassen oder weiter betreuen. Jede einzelne Kastration braucht Zeit, Erfahrung und Geld.

Gerade deshalb ist Kastrationsarbeit so wichtig. Sie hilft nicht erst dann, wenn das Leid sichtbar ist. Sie setzt früher an. Sie verhindert, dass aus einem Problem jedes Jahr viele neue werden.

Vermittlungen sind der letzte Schritt einer langen Arbeit

Eine Vermittlung ist selten der Anfang einer Geschichte. Meist ist sie der sichtbare Abschluss vieler Schritte. Bevor eine Katze in ein neues Zuhause ziehen kann, muss vieles geklärt werden: Gesundheitszustand, Verhalten, Bedürfnisse, Haltungsvoraussetzungen und die Frage, welche Menschen wirklich passen.

Von 2006 bis 2025 wurden über ATTiS insgesamt 4.919 Katzen vermittelt. Im Jahr 2025 waren es 277 vermittelte Katzen. Jede dieser Vermittlungen steht für ein Tier, das eine neue Chance bekommen hat.

Dabei geht es nicht darum, Tiere möglichst schnell weiterzugeben. Gute Vermittlung braucht Sorgfalt. Manche Katzen brauchen Freigang, andere ein ruhiges Zuhause. Manche sind zutraulich, andere vorsichtig. Manche Tiere bringen gesundheitliche Themen mit. Manche brauchen Menschen, die Geduld haben und nicht nach wenigen Tagen aufgeben.

Eine passende Vermittlung schützt das Tier. Sie schützt aber auch die Menschen, die Verantwortung übernehmen. Denn Tierschutz endet nicht mit einem unterschriebenen Vertrag. Er beginnt dort, wo ein Tier wirklich ankommen darf.

Tierarztkosten zeigen, was Hilfe im Alltag bedeutet

Tierarztkosten gehören zu den größten Belastungen im Tierschutz. Untersuchungen, Kastrationen, Medikamente, Impfungen, Behandlungen, Nachkontrollen und Notfälle lassen sich nicht auf einen günstigeren Zeitpunkt verschieben.

Ein verletztes Tier wartet nicht, bis gerade genug Geld da ist. Eine Kastration lässt sich nicht beliebig aufschieben, wenn weitere Würfe verhindert werden sollen. Eine kranke Katze braucht Hilfe, wenn sie krank ist.

Für 2025 wurden bei ATTiS 130.344,15 Euro Tierarztkosten erfasst. Die Gesamtausgaben lagen bei 226.256,15 Euro. Diese Zahlen machen deutlich, wie stark medizinische Versorgung den Tierschutzalltag prägt.

Wichtig ist auch: Durch Neu-Verhandlungen mit den Tierärzten konnten die Tierarztkosten 2025 gut gesenkt werden, obwohl mehr Katzen kastriert wurden. Das zeigt, dass ATTiS verantwortungsvoll mit vorhandenen Mitteln umgeht. Hilfe soll ankommen. Gleichzeitig muss der Verein wirtschaftlich handeln, damit Tierschutz dauerhaft möglich bleibt.

Trotz aller Sorgfalt bleiben die Kosten hoch. Tiere brauchen Versorgung, Diagnostik, Medikamente, Operationen, Kastrationen und Nachkontrollen. Genau hier wird Unterstützung konkret. Eine Spende hilft nicht abstrakt. Sie hilft bei einer Behandlung, bei einer Kastration, bei Futter, bei Medikamenten oder bei der Versorgung eines Tieres, das noch nicht vermittelt werden kann.

Warum regelmäßige Unterstützung so wertvoll ist

Einzelspenden helfen in akuten Situationen. Passive Mitglieder helfen dabei, Tierschutz planbarer zu machen. Genau das ist für ATTiS besonders wichtig.

Viele Kosten entstehen nicht dann, wenn gerade ein Spendenaufruf gut läuft. Sie entstehen, wenn ein Tier Hilfe braucht. Heute. Morgen. In drei Wochen. Manchmal plötzlich, manchmal über Monate hinweg.

Passive Mitglieder tragen diese Arbeit im Hintergrund mit. Sie müssen kein Tier aufnehmen. Sie müssen nicht jede Woche aktiv mitarbeiten. Sie helfen trotzdem dort, wo Tierschutz verlässliche Grundlagen braucht: bei Tierarztkosten, Kastrationen, Futter, Medikamenten, Versorgung und Betreuung.

Das macht eine passive Mitgliedschaft so wertvoll. Sie ist keine symbolische Unterstützung. Sie ist ein regelmäßiger Beitrag dazu, dass ATTiS handlungsfähig bleibt.

Gerade für Menschen, die Tieren helfen möchten, aber selbst keine Pflegestelle anbieten können, ist eine passive Mitgliedschaft ein sehr direkter Weg. Sie schafft Verlässlichkeit. Und Verlässlichkeit ist im Tierschutz oft genau das, was entscheidet, ob Hilfe möglich bleibt.

Was deine Unterstützung bewirkt

Wer ATTiS unterstützt, hilft an ganz konkreten Stellen. Eine Spende kann dazu beitragen, dass eine Katze kastriert wird. Sie kann helfen, eine Behandlung zu bezahlen. Sie kann Futter sichern, eine Nachkontrolle ermöglichen oder ein Tier unterstützen, das länger betreut werden muss.

Eine Patenschaft hilft besonders bei Tieren, die nicht schnell vermittelt werden können. Das betrifft alte, kranke, scheue oder schwer vermittelbare Tiere. Sie brauchen nicht nur einmal Hilfe. Sie brauchen Menschen, die über längere Zeit an ihrer Seite bleiben.

Eine passive Mitgliedschaft hilft dem Verein, laufende Aufgaben besser zu tragen. Denn Tierschutz besteht nicht nur aus Notfällen, die öffentlich sichtbar sind. Er besteht auch aus vielen stillen Aufgaben: Futterstellen betreuen, Tiere beobachten, Termine abstimmen, Unterlagen prüfen, Vermittlungen vorbereiten, Nachfragen beantworten und Entscheidungen treffen.

Diese Arbeit ist nicht immer spektakulär. Aber sie ist notwendig.

Die Zahlen aus 2025 zeigen, warum ATTiS Menschen an seiner Seite braucht

Die Zahlen aus dem Jahr 2025 zeigen eine klare Realität: ATTiS hilft vielen Tieren, und diese Hilfe braucht viele Schultern. 928 Tiere, 899 Katzen, 537 Kastrationen und 277 vermittelte Katzen stehen für praktische Arbeit, Verantwortung und unzählige einzelne Handgriffe.

Sie stehen für Menschen, die Tiere sichern, transportieren, versorgen, beobachten, vermitteln, begleiten und Entscheidungen treffen. Sie stehen für Tierarzttermine, Futter, Medikamente, Kastrationen, Pflegeplätze und Gespräche. Sie stehen für Arbeit, die oft erst dann sichtbar wird, wenn man sie in Zahlen betrachtet.

Tierschutz endet nicht nach einer Vermittlung. Er endet nicht nach einer Kastration. Er endet nicht nach einer einzelnen Spende. Jeden Tag entstehen neue Aufgaben: Fundtiere, kranke Katzen, freilebende Tiere, Notfälle, Vermittlungen, Futterstellen und medizinische Versorgung.

ATTiS kann diese Arbeit nur leisten, wenn Menschen mithelfen. Manche aktiv. Manche mit einer Spende. Manche mit einer Patenschaft. Und manche als passive Mitglieder, die den Verein dauerhaft stärken.

Wie du ATTiS helfen kannst

Du kannst ATTiS unterstützen, auch wenn du selbst kein Tier aufnehmen kannst. Eine Spende hilft bei konkreten Kosten. Eine Patenschaft unterstützt Tiere, die länger betreut werden müssen. Eine passive Mitgliedschaft gibt dem Verein mehr Sicherheit für die laufende Arbeit.

Gerade passive Mitglieder sind für ATTiS besonders wichtig. Sie helfen nicht nur einmal, sondern regelmäßig. Sie tragen dazu bei, dass Versorgung, Kastrationen und medizinische Hilfe nicht jedes Mal neu vom Zufall abhängen.

Wenn du Tierschutz in Augsburg, Aichach und der Region unterstützen möchtest, ist eine passive Mitgliedschaft ein klarer und wirksamer Schritt. Sie hilft dort, wo jeden Tag Arbeit entsteht: bei den Tieren, die versorgt, geschützt, kastriert, begleitet und vermittelt werden müssen.

ATTiS braucht Menschen, die hinschauen. Menschen, die verstehen, dass Tierschutz Zeit, Geld und Verlässlichkeit braucht. Und Menschen, die sagen: Diese Arbeit soll weitergehen. Ich trage meinen Teil dazu bei.

Wenn du diese Arbeit dauerhaft unterstützen möchtest, werde passives Mitglied bei ATTiS.

Häufige Fragen zu ATTiS

Warum veröffentlicht ATTiS Zahlen zur Tierschutzarbeit?

ATTiS veröffentlicht Zahlen, um sichtbar zu machen, was im Alltag oft im Hintergrund geschieht. Die Statistik zeigt, wie viele Tiere betreut, Katzen kastriert und Tiere vermittelt wurden. So wird verständlich, warum Tierschutz dauerhaft Spenden, Patenschaften und passive Mitgliedschaften braucht.


Warum sind Kastrationen bei Katzen so wichtig?

Kastrationen verhindern neues Tierleid, bevor es entsteht. Ohne Kastration vermehren sich freilebende Katzen schnell. Viele Jungtiere wachsen krank, unterversorgt oder ohne sicheren Schutz auf. Jede Kastration hilft, diese Entwicklung langfristig zu begrenzen.


Warum verursachen Tierarztkosten so hohe Ausgaben?

Viele Tiere brauchen medizinische Hilfe, bevor sie vermittelt oder weiter betreut werden können. Dazu gehören Untersuchungen, Kastrationen, Impfungen, Medikamente, Wundversorgung, Nachkontrollen und Notfälle. Diese Kosten entstehen nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn ein Tier Hilfe braucht.


Warum sind passive Mitglieder für ATTiS wichtig?

Passive Mitglieder unterstützen die laufende Arbeit dauerhaft. Ihre Beiträge helfen, Tierarztkosten, Kastrationen, Futter, Medikamente und Betreuung besser zu tragen. Sie geben ATTiS mehr Sicherheit für Aufgaben, die nicht planbar sind, aber trotzdem zuverlässig geleistet werden müssen.


Wie kann ich ATTiS helfen, wenn ich kein Tier aufnehmen kann?

Du kannst ATTiS auch ohne Tieraufnahme wirksam unterstützen: mit einer Spende, einer Patenschaft oder einer passiven Mitgliedschaft. Besonders regelmäßige Unterstützung hilft, weil Tiere nicht nur in akuten Momenten Versorgung brauchen. Passive Mitglieder tragen dazu bei, dass ATTiS langfristig handlungsfähig bleibt.